Archiv: Termine / Aktuelles 2007
Eindrücke unserer Jahreshauptversammlung vom 20. November 2007

1. Vorsitzender Dr. Jörg Händler berichtet über die Tätigkeiten der
Schutzgemeinschaft im vergangenen Vereinsjahr.

Kassenwart Werner Hottelmann bei seinem Bericht. Der Verein hat bestens
gewirtschaftet.

2. Vorsitzender Ingo Schmitt stellt die Ziele des Jugendprojekts vor.

Prof. Achim Hubel wird für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt.


Der Dr. Ingo Fessmann-Preis wurde dieses Mal für den Erhalt historischer Türen
verliehen. Im Bild (von links nach rechts) Dr. Ingo Fessmann, Dr. Jörg Händler
sowie einer der beiden Preisträger, Robert Weiß.

Ebenfalls preiswürdig: die Türe des Anwesens von Dr. Norbert Russ, rechts im
Bild.

Die angehende Architektin Hannah Jonas, die einem interessierten Publikum ihre
Diplom-Arbeit über die Unteren Mühlen vorstellte.


Angeregte Gespräche beim geselligen Teil der Veranstaltung.
(Für eine Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.)
Bürgerinitiative "Rettet den Michaelsberg"

Im Oktober 2005 konnte die Schutzgemeinschaft Alt Bamberg gleich zwei
interessante Abendveranstaltungen anbieten. Prof. Manfred Fischer referierte
zum Thema
"Er liebte seine Ruine" - Denkmalpflege und die Endlichkeit der Dinge
und präsentierte sehr informativ, wie gewohnt kompetent und unterhaltsam seine
ganz persönliche Sicht der Dinge. Wir freuten uns über ein volles Haus!

Unser zweiter Abend stand unter dem Titel:
"Bamberg - eine Stadt im rechten Licht"
Dazu der Fränkische Tag am 5. November 2005:
Auf Einladung der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg fand am 28.10.2005 ein
Vortrag über einen Lichtmasterplan für Bamberg statt. Die 1. Vorsitzende
Gabriele Pfeff-Schmidt freute sich über ein volles Haus. Sie betonte, dass die
Schutzgemeinschaft mit dieser Veranstaltung keineswegs den von der Stadt in
Auftrag gegebenen Planungen für ein Beleuchtungskonzept der Innenstadt
vorgreifen wolle. Vielmehr solle für ein solches Konzept geworben und den
Bürgern die Möglichkeit der Information gegeben werden. Das Interesse der
Schutzgemeinschaft Alt Bamberg liege ja vor allem im Erhalt des Stadtbildes
und gleichzeitig in der Förderung der Lebendigkeit der Innenstadt.
Deshalb zeigte sie sich erfreut, dass der in London ansässige Lichtplaner
Christian Wendel für den Vortrag "Ein Lichtmasterplan für Bamberg" gewonnen
werden konnte. Christian Wendel hat sich im Rahmen seiner Abschlussarbeit im
internationalen Studiengang "architectural lighting design" mit diesem Thema
befasst.
Der Referent ging zunächst auf die Grundlagen von Licht und Beleuchtung,
Lichtverschmutzung und die Ziele eines Lichtmasterplanes ein. In einer
Bildschirmpräsentation analysierte er die Grundstruktur Bambergs sowie
historische Zusammenhänge in der Stadt. Anschließend behandelte er die
Beleuchtungssituation mit heute ungefähr 10.000 Lichtpunkten anhand vieler
Beispiele in Bamberg, um auf dieser Grundlage einen Plan für die zukünftige
Stadtbeleuchtung zu erarbeiten. Der von ihm entwickelte Lichtmasterplan
basiert dabei auf drei wesentlichen Leitmotiven: den Belangen der Bevölkerung,
der flexiblen Ausgestaltung des Lichtmasterplanes wegen seiner Laufzeit von
bis zu 20 Jahren und Betonung der Attraktivität der Innenstadt mit ihren
herausragenden Bauwerken.
Konkret machte Wendel entlang der sogenannten barocken Achse zwischen
Kettenbrücke und Dom insgesamt fünf sogenannte Blickpunkte mit
unterschiedlicher Gewichtung aus. Diese gelte es auch nachts ihrer Bedeutung
gemäß zu beleuchten.
Generell schlägt der junge Lichtdesigner vor, für die wichtigen
innerstädtischen Abschnitte wie die Fußgängerzone oder den Bereich um das Alte
Rathaus im Rahmen eines Lichtmasterplanes übergeordnete Leitlinien
auszuarbeiten. Diese machten grundsätzliche Aussagen zur Erscheinung der
Leuchten bei Tag und Nacht. Beleuchtungsintensität und Lichtfarbe spielten
genauso eine Rolle wie die Absicht der Beleuchtung. Als Beispiel hob Wendel
hier die sehr differenzierte Illumination der Martinskirche hervor. Die
gesamte Gebäudefront erscheine in einem warmen orangen Licht während Details
wie die zurückliegenden Nischen durch kaltes weißes Licht betont würden.
"Weitere Leitlinien müssten für die feinfühlige Beleuchtung der Fußgänger- und
Autobrücken, die herausragenden Denkmäler Bambergs, die Flussufer und Plätze
aufgestellt werden" so der Lichtplaner, der den übergeordneten Charakter eines
Masterplanes betonte.
Wendel schloss seinen Vortrag mit zwei visualisierten Beleuchtungsbeispielen
für Bamberg und ging dabei zum einen auf die Kirchen im Berggebiet, deren
jeweilige Bedeutung für das Stadtbild durch unterschiedlich intensive
Beleuchtung herausgestellt werde, abschließend dann auf die Kettenbrücke mit
den dortigen Uferbereichen ein.
